Ich liebe diese Welt, ehrlich. Mein Mann sagte kürzlich, dass die Welt vielleicht böse ist, doch ich glaube, dass etwas so reines, schönes und kostbares wie dieser Planet nichts ist das dem Wort böse auch nur annähernd nahe kommt.

Die Welt ist was sie ist: Lebensraum, Nahrungsquelle, Schutzraum und unser Zuhause. Das einzig böse zu nennende ist der Mensch, denn weder die Natur an sich noch die Tierwelt kann böse sein. Böse ist sowieso ein schwer zu greifendes Wort: was ist böse eigentlich?  (Jetzt wo ich mir den Text so durchlese ist böse sogar ein ziemlich hässliches Wort, es klingt einfach nicht besonders toll..) Das durch uns als böse oder schlecht empfundene ist eine rein individuelle Zuordnung, was ich als schlecht, gemein oder böse erachte kann für eine andere Person schon ganz anders aussehen. Die Radikalen durch viele Menschen als grausam, gemein und böse bezeichneten Menschen, empfinden sich selbst bestimmt nicht als böse oder schlecht – sie sind in ihren Augen gut, im Recht und sehen die Gegenseite ihrerseits als böse. Und vielleicht hat auch alles was allgemein als böse bezeichnet wird einen guten Kern, eine gute Seite. Vielleicht hat der in den Medien als böswilliger Täter beschriene Mensch eine liebevolle, gütige Seite die tief vergraben wurde unter zuviel Last und Gedanken. Ich versuche in jedem das Quäntchen Liebe und Güte zu finden, von dem ich annehme das es existiert. Und selbst wenn es mir bei manchen Menschen, ob ich sie kennen lernen konnte oder auch nicht, schwer fällt nach dem Guten zu suchen so glaube ich doch, dass eine Suche irgendwann zu einem positiven Ergebnis führen würde. Und Gutes wiegt so viel schwerer als das Böse. Gutes lässt Liebe wachsen, verschafft Luft zum Atmen und führt zu so viel Freude. Warum lassen wir zu, dass stets das Böse an Oberhand gewinnt, das Maximum an Aufmerksamkeit bekommt, das immer nur das Böse die Medien beherrscht. Immer nur Hass, Leid und Ärger, immer nur negative Schlagzeilen und die nächsten Toten und Trauenden. Kein Platz mehr für Liebe in den Köpfen der Konsumenten. Kein Wunder, dass uns das Böse so viel näher scheint als das Gute, dass uns negative Gedanken zu beherrschen scheinen. Ich möchte hiermit eine Lanze brechen für Schönes, Gutes und Positives in unserer Welt – es existiert und es ist größer als es scheint. Ich habe es so satt mit Negativität, Hass und Wut zugemüllt zu werden, ich wünschte mir, dass die sozialen Medien endlich die schönen Momente des Lebens genauso ausschmücken und verbreiten wie die negativen und, dass es bald genauso viel (und mehr) Liebe im Netz gibt wie Wut und Hass.

 

Habt einen schönen Tag!

Eure Maria