Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt habe ich lange nichts mehr von mir hören lassen, das liegt ganz einfach daran, dass ich vieles habe das mir durch den Kopf geht, aber einfach keine Lust mehr habe nach den vielen Beiträgen über negative Dinge dies zu dem einzigen Inhalt dieses Blogs werden zu lassen.

Ich möchte eigentlich, dass ihr mich kennenlernt wie ich wirklich bin, ein wenig verrückt, nachdenklich, aber in den meisten Stunden meines Lebens fröhlich und zufrieden.. Es fiel mir jedoch in den vergangenen Wochen sehr schwer mich an „meine Wurzeln“ zu erinnern, da derzeit einiges im Lande Deutschland los ist und ich jeden Tag eine Nachricht finde die mich am Menschen verzweifeln oder traurig den Kopf schütteln lässt. Doch heute mal nichts davon, sondern von einer der schönstenGefühle dieser Erde, den es ist ja schließlich auch dieser, sehr kommerziell gestaltete, Valentinstag.

Liebe ist etwas extrem aufregendes, ich habe selbst erlebt wieviele Facetten dieses Gefühl besitzen kann und es erstaunt mich jeden Tag aufs Neue wie viel Liebe geben kann und wie viel man bereit ist aus Liebe zu geben. Als ich frisch verliebt war, es ist jetzt schon ein wenig her, da hing der Himmel voller sprichwörtlicher Geigen und wirklich jeder mini kleine Gedanke in meinem Kopf galt IHM. Das war schon extrem (anstrengend), alles schien bedeutungslos sofern nicht er beteiligt war oder es zu seinem Gefallen geschah. So im Nachhinein ist mir klar, dass dieses Gefühl irgendwann an Intensität verliert und verlieren sollte, ansonsten wäre ich in diesem Zustand nicht mehr überlebensfähig gewesen. Aber der Verlust der Schmetterlinge, das Absetzen der rosaroten Brille und das Erwachen aus dem reinen Liebestaumel ist eine verflixt gemeine Angelegenheit. Plötzlich sieht man den Anderen klarer, entdeckt Makel in der Prinzenfassade und muss erkennen, dass keine Lichtgestalt zu einem auf die Erde gesunken ist. Von diesem Moment an heißt es die Fehler des anderen lieben zu lernen in der Art in der man auch ihn liebt, denn Liebe bedeutet einen Menschen mit all seinen Marotten, Schwächen und Makeln zu nehmen und ihn zu verstehen, beizustehen und im eigenen Herzen ein Zuhause zu geben. Man sollte nicht dem Gefühl des Verliebtseins hinterhertragen, sondern sich der Aufgabe stellen den anderen Menschen an seiner Seite zu verstehen und ihn zum ersten Mal so zu sehen wie er ist. Ich dachte ich würde meinen Mann seit dem Moment unseres Zusammentreffens verstehen und wissen wer er ist und was ihn ausmacht, aber, ganz ehrlich, ich weiß erst seit ich wieder klar denken kann, dass er neben all seinen wundervollen, liebevollen und schönen Facetten die ich in den ersten Monaten kennenlernen konnte auch bewundernswert ruhige, manchmal sehr direkte und absolut ehrliche Seiten hat welche mich umso mehr faszinieren. Ich habe nach der ersten Verliebtheits-Phase einen Mann kennengelernt, der meine Verliebtheit in Liebe zu wandeln vermochte einfach weil er in seiner Imperfektion perfekt für mich ist. Bevor dies jetzt in eine Liebesschnulze ausartet möchte ich hinzufügen, dass es zuweilen auch schwer ist den anderen so stehen zu lassen wie er ist und ihn nicht zum eigenen Gefallen verändern zu wollen, mir fallen auf Anhieb einige Eigenschaften und Spleens ein die ich gerne gegen etwas für mich passenderes eintauschen möchte, aber mir fallen viel mehr Eigenschaften ein die ihn zu dem Mann machen den ich liebe und dazu gehören nunmal auch seine Macken. Ich habe ja auch genug davon, vielleicht sollte ich es auch mal von seiner Seite betrachten.. Liebe ist das gegenseitige Akzeptieren von Fehlern und das Verstehen, dass wir alle nur Menschen sind und dieser eine besondere Mensch genau der Richtige ist, genau so wie er ist. Meine Mutter hat mir mal gesagt, dass wir unseren Partner so nehmen müssen wie er ist und dass es uns nicht zusteht ihn ändern zu wollen da er uns ebenfalls so akzeptiert und liebt wie wir sind, mit allen unseren Fehlern und Macken. Ich denke, dass sie Recht hat und sobald ich mich über irgendeine Kleinigkeit aufrege die nicht so läuft wie ich mir sie vorgestellt habe atme ich lieber einmal tief durch und erinnere mich daran, dass auch ich sehr viele Fehler habe und bestimmt nicht immer ein leichtes Gegenüber bin.

Liebe ist kostbar, Liebe ist wunderschön und Liebe ist unbezahlbar.

So, ich beende das dann mal hier und ich versuche von nun an weniger im Trübsal zu versinken und euch nicht allzu lang auf den nächsten Beitrag warten zu lassen.

Fühlt euch umarmt!

Eure Maria