Es gibt Momente im Leben in denen nicht alles nach Plan läuft, in denen einem die Dinge aus der Hand genommen werden und für einen selbst nicht mehr kontrollierbar sind… 
In solchen Momenten kann man zwei Dinge tun:

1. Verzweifeln, weinen, schreien, aufgeben…
Also die Flinte ins imaginäre Korn werfen, sich mit erhobenen Händen an die Wand stellen und wild mit der weißen Flagge wedeln
 Das würde bedeuten, dass man zu schwach ist sich den Aufgaben zu stellen, dass man sich unterkriegen lässt ohne Widerstand, dass man den Kopf einzieht vor der Herausforderung

ODER

2. Zähne zusammenbeißen, für die eigene Sache kämpfen, den Rücken strecken und stark bleiben
 Also zum Kämpfer werden, sich als David gegen Goliat stellen, Stärke zeigen, auch wenn man sich eigentlich schwach fühlt
Das würde bedeuten, dass man die Kraft besitzt sein Leben entgegen aller Probleme, Widerstände, Trennungen und Hürden so zu leben wie man es sich erträumt, dass man die Nase in den Wind streckt der einem entgegen weht und es als Chance begreift um ganz tief durchzuatmen und gestärkt in den Sturm zu laufen
Wir alle besitzen diese zwei Möglichkeiten, die Entscheidung zwischen ihnen treffen wir ganz alleine.

Der obige Text ist bereits etwas älter, quasi ein frühes Werk, aber trotz seines Alters ist er dennoch stets im Leben aktuell. Von Zeit zu Zeit steht man am Scheideweg, muss den richtigen Pfad wählen und fragt sich wie man selbst so eine Entscheidung treffen kann, es fällt so schwer eine Option zu verwerfen um sich der andern zu verschreiben. Das Leben wartet von Tag zu Tag mit neuen Herausforderungen auf jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten und immer aufs Neue muss jeder für sich selbst Entscheidungen treffen, den Weg wählen und gehen und diese Wahl nur vor sich selbst verantworten. Wählen ist einfach, wenn man sich umentscheiden kann, wenn die Wahl nicht bindend ist und wenn die Chance bestehen bleibt doch den anderen Weg zu gehen. Wählen ist schwer, wenn die Wahl bindet, wenn die Entscheidung die man trifft unwiederruflich ist und man von diesem besonderen Zeitpunkt an mit ihr leben muss, soll und kann. Ich mag diese Entscheidungen nicht, sie sind mir zu stark, zu fest und zu gewaltig. Ganz ehrlich, sie machen mir Angst.. Ich spreche hier nicht von der „Was gibt es heute zu essen“-Entscheidung, die für sich genommen auch ziemlich bindend sein kann, sondern von den großen, wichtigen Emtscheidungen, wie zum Beispiel Beruf, Studium, vielleicht auch Kinder? Die bisher leichteste große, wichtige Entscheidung meines doch eher jungen Lebens war die meines Mannes Frau zu werden, keine Entscheidung ist mir so leicht gefallen und keinen Weg konnte ich leichter einschlagen. Ich wünschte mir alle Entscheidungenen wären so einfach zu treffen, aber so spielt das Leben nicht und letztendlich kommt es immer darauf an ob man mutig ist, ob man sich Herausforderungen stellen kann und möchte, ob man einfach leben oder einfach leben möchte.

Ich bin sehr schlecht darin mich zu entscheiden, zu viele Pros und Kontras lassen sich vergleichen und mir schwirren stets alle Irrwege, Fehlschläge und Sackgassen im Kopf herum zu denen mich meine Entscheidung leiten könnte. Kopf aus, Herz an. Vielleicht mehr tun und weniger denken, nicht immer die beste Methode aber manchmal der einzige Weg aus einer durch zuviele Gedanken blockierten Situation. Was schief geht geht schief, das Leben geht weiter, man steht wieder auf und bekommt noch eine Chance oder es öffnen sich andere Türen, es eröffnen sich neue Möglichkeiten und am Ende steht man an einem Ort an dem es einen sonst niemals verschlagen hätte, wer weiß.

Der Mut zur Entscheidung und die Stärke sie zu tragen, das wünsche ich euch allen da draußen, ihr seid nur euch selbst Rechenschaft schuldig, entscheidet so wie es für euch am besten ist, entscheidet so, dass ihr euch im Spiegel noch in die Augen sehen könnt und entscheidet so, dass ihr nichts bereut. Euer Leben, eure Entscheidung, eure Wege. Und wenn ihr mal vor einer Mauer steht und keinen Ausweg findet, dann sucht nach Rat, fragt Freunde und eure Familie, oder schreibt mir. Passt auf eicht auf!

Eure Maria