Ich habe mit mir gerungen, ob ich diesen Beitrag schreiben soll, aber ihr habt es alle mitbekommen, die schrecklichen Ereignisse am Freitag in Paris und mich hat es wirklich getroffen und ich will nicht schweigen nur weil ich Sorge habe das Falsche zu schreiben.

Ich bin Freitagabend glücklich und nach einem schönen Tag zu Bett gegangen, habe wunderbar geschlafen und am nächsten Morgen war alles anders, die Nachrichten lieferten mir die Botschaft direkt an mein Bett und ich habe mir Vorwürfe gemacht so ruhig geschlafen zu haben, ich weiß es klingt merkwürdig und vielleicht auch lächerlich, aber ich dachte, dass so eine Tat nicht passieren darf während ich von schönen Dingen träume. Der Samstag war geprägt von Berichterstattungen in allen Medien, tausende legten über ihr Profilbild den Filter der französischen Flagge und immer wieder stand irgendein Politiker vor einem Rednerpult und bekundete Beileid und Unterstützung. In meinem Kopf war nur die Frage nach dem Warum? Warum tun Menschen einander solch schrecklichen Dinge an? Wie können diese Menschen glauben, dass ihre Taten gerecht sind? Warum ist streben someone Heldentat für sie, ist es nicht tausendmal besser zu leben, zu lieben und in Frieden miteinander zu existieren? Warum passiert sowas, warum? Jeder stellt sich Fragen, wenige bekommen Antworten. Es will nicht in meinen Kopf, dass auch Menschen aus den Ländern Europas sich freiwillig diesen Mördern anschließen und für sie kämpfen in einem Kampf dessen Gründe im Glauben liegen sollen, welcher Glaube das ist weiß ich nicht, sie meinen zwar für den Islam zu kämpfen, aber der ist in ihrem Denken nicht mehr wiederzufinden. Gott möchte keinen Krieg, keinen Tode unter seinem Namen, da bin ich mir sicher, Gott steht für Liebe, Miteinander, Vergebung und Frieden, der Gott an den ich glaube, an denen auch die Muslime glauben, dieser Gott ist Vater, kein Mörder. Ich bin, da will ich ehrlich sein, nicht immer der überzeugteste Katholik, aber ich bin Christ, manchmal zweifelnd, aber nie aufgebend und ich sehe im Kern vieler Religionen ein und dasselbe Bild Gottes und es ist nicht das Bild das diese Menschen haben. Gott ist kein Hass und keine Wut, keine Zerstörung und Tod, diese Menschen nehmen Gott seinen Wert, sie lassen Religion und Glaube wie etwas schäbiges wirken und machen aus ihr das Instrument um ihre Vorstellungen und ihre Absichten zu stützen, es sind Menschen voller Hass.

Doch ebenso wenig wie ich diese Menschen verstehe, verstehe ich die, die hier in Deutschland aufschreien und Krieg brüllen, verlangen, dass die Flüchtlinge allesamt verstoßen werden und Deutschland umzäunt und ummauert wird. Krieg ist schrecklich, wenn ihr es vergessen habt, weil wir ihn nicht kennen, schaut mal im Geschichtsbuch nach und das ist nur die FSK12- Version, ich weiß nicht was hier die Zukunft bringt, aber ich hoffe, dass sich die Köpfe die dies entscheiden viele Gedanken machen und es keine Wutreaktion auf die Ereignisse in Frankreich wird, Wut ist genügend vorhanden, Hass ebenso, wir sollten jedoch Menschlichkeit und die Fähigkeit zum Denken behalten, wenigsten eine Patei sollte sich wie Menschen benehmen. Und die Angst und den aufkommenden Hass und die Wut gegen die Täter und Hintermänner sollen nicht dazu führen vorschnelle Entscheidungen zu treffen, auch den Menschen gegenüber die in unserem Land Zuflucht suchen, es wäre einfach, alle über einen Kamm zu scheren und sich aller zu entledigen, aber sind wir dann die die wir vorgeben zu sein? Wir leben in einem Land in dem es den Menschen gut geht, in dem wir alle Freiheiten haben und in dem wir Demokratie und die Menschenrechte hoch halten, jetzt einzuknicken und aus Angst, Wut und Hass alle Hilfesuchenden fallen zu lassen halte ich persönlich für den größten Fehler und eine Abkehr von allen unseren Werten. Die Gedanken die manche Mitbürger in diese Richtung hegen bereiten mir Kopfschmerzen und ich hoffe, dass sie niemals Wirklichkeit werden. Mir ist bewusst, dass es einen einfacheren Weg gibt als den den ich gehen möchte, einen sichereren, aber nur aufgrund von Sicherheit und Einfachheit tausende von Menschen abzuweisen und ihnen das zu verweigern das sie am dringendsten benötigen halte ich für den falschen wenn auch bequemeren Weg. Wie ich schon sagte, dass ich alles meine Meinung, ihr müsst mir nicht zustimmen, für Gegenstimmen bin ich immer offen und ich bin auch ziemlich diskussionsfreudig, aber ich glaube an das Gute in Deutschland, an das Gute in den meisten Menschen, nur sind manche sehr weit vom Weg abgekommen, sehr weit weg von Menschlichkeit und Nächstenliebe. Vielleicht finden einige den Weg zurück, es wäre ihnen zu wünschen.

Passt auf euch auf

Eure Maria