So beginnt es nun

Einen Blog zu schreiben erscheint mir schon seit mehreren Jahren als ein spannendes, reizvolles Unterfangen, aber wo fängt man an, wie startet man in einen Blog und interessiert sich überhaupt irgendjemand für das eigene Geschreibsel?

Ich habe mich in der letzten Nacht entschlossen einfach zu beginnen, mir keine Sorgen um das große Was zu machen und erst recht keine Gedanken an die Startschwierigkeiten zu verschwenden. Die Gedanken und Ideen werden sich von allein finden und die Leser mögen kommen wenn und wann sie kommen und wenn sie einmal da sind werden Sie mich hoffentlich als das begreifen was ich bin, ein Chaot mit einem Drang zur Selbstmitteilung und dem Herz am, meines Erachtens nach, rechten Fleck.

Da sind wir auch schon bei mir angelangt, wer bin ich und wer bin ich nicht?

Ich bin zunächst eine Frau. Es bestand eine knapp 50% Chance, dass ich das bin und so ist es nun mal. Ich bin nicht traurig darüber, ganz im Gegenteil ich bin gern was ich bin. Darüberhinaus bin ich verheiratet, seit nun knapp vier Monaten, und ohne das Frausein wäre mein Mann mir wohl weniger zugeneigt gewesen, was es umso schöner macht eine zu sein. Darüberhinaus bin ich noch recht jung, manchmal jünger im Körper als im Geist und manchmal genau andersherum. Ich bin unglaublich emotional, und das meine ich wie ich es schreibe, es ist in manchen Momenten selbst für mich schwer nachzuvollziehen warum mich eine Situation berührt, mitreißt und beschäftigt. Soweit das was ich bin, mehr werdet ihr sicher im Laufe meiner Beiträge über mich herausfinden.

Was ich nicht bin, beziehungsweise was ich nicht zu sein denke, ist… unglaublich schwer zu sagen. Es wäre einfach zu schreiben, dass ich nicht böse, gemein und hinterhältig bin, wer möchte das schon sein oder sich gegenüber (noch schlimmer: anderen Menschen gegenüber) eingestehen? Die Wahrheit ist, ich weiß nicht ob Ich nicht genau das manchmal, selten vielleicht, bin. Ich sehe mich als tendenziell guten Menschen an, als eigentlich nett und aufgeschlossen, aber ich würde nicht von vorn herein ausschließen, dass ich nicht auch anderes sein und denken könnte. Deswegen würde ich hier und jetzt sagen, dass wir uns das Entdecken der guten und auch schlechten Seiten von mir, vielleicht auch von euch, auf der Reise zum Menschenbürger zur Aufgabe nehmen, vielleicht steckt mehr in uns als wir bisher dachten.

Falls sich jemand bereits zu diesem Zeitpunkt hierher verirrt, so würde er mir den Tag dadurch versüßen einen kleinen Fußabdruck zu hinterlassen. Einen ganz kleinen oder einen großen, ist ja eh ziemlich fußabhängig so ein Abdruck.

Eure Maria